Elektronik

Tower: "Haben Sie Probleme?"
Pilot"Haben unseren Kompass verloren."
           Tower: "So wie Sie fliegen, haben Sie alle Instrumente verloren."



Die Hardware zu Software Übertragung
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1.) Überblick - Schalter, Taster und Encoder (Drehpotentiometer)

Insgesamt wurden in Cockpit bisher 195 Schalter, Taster oder Drehpotentiometer eingebaut.

47   Schalter in der FCU-Einheit
68   Schalter in der Pedestal Einheit
80   Schalter in der Overhead Einheit

  Die Schalter wurden mittels der oben aufgezeigten Übertragungstechnik, entweder über eine I/O-Einheit (Inputkarte) oder über einen umgebauten Tastaturcontroller an den Flugsimulator angeschlossen.


2.) Die Inputkarte

Die Inputkarte ist über http://www.leobodnar.com/ für einen Preis von £49.99 zu beziehen. Die Karte verfügt über 32 Anschluss-Paare für Taster und Schalter. Es können bis zu 16 Potentiometer angeschlossen werden. Die Verdrahtung über die Klemmbuchsen ist kinderleicht. Ebenso der Anschluss der Karte an den PC via USB. Die Karte ist quasi ein Plug & Play-Produkt. Sie wird als zusätzlicher Joystickcontroller von Windows erkannt und funktioniert völlig ohne Treiber. Auch wenn ich durch den Kauf von meinem eigentlichem Ziel, alles selbst zu bauen, doch abgerückt bin, möchte ich dieses tolle Teil auf keinem Fall mehr missen. Momentan befinden sich bereits zwei dieser Karten, sowie deren "kleiner Bruder" die BBI-32 Button Box Interface-Karte in meinem Cockpit im Einsatz.

Eine BU0836X Inputkarte


3.) Anschluss der Schalter, Taster und Encoder

Pro Schaltung wird jeweils ein Anschlusspaar der Inputkarte belegt. Das heißt, ein normaler An/Aus Schalter belegt ein Plus (B1 bis B32), sowie ein Minus (GND). Bei Encodern (Drehpotentiometern) verhält sich die Sache anders. Hier wird für jede Drehrichtung wird jeweils ein Anschluss-Paar der BU0836X-Karte belegt. 

          Rechtsdrehung = Ein Plus (B1 bis B32) ), sowie ein Minus (GND).
          Linksdrehung = Plus (B1 bis B32) ), sowie ein Minus (GND).

Da die Masse auf der BU0836X-Karte durchgeschaltet ist, braucht je Schalter nur ein GND-Anschluss belegt werden. Diese Belegung gilt auch für An/Aus/An Schalter.

Anschluss-Skizze / Schaltplan

Anschluss der Schalter, Taster und Encoder
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4.) Eine Inputkarte in Eigenbau

Eine günstigere Alternative in Eigenbau, ist ein ausgebauter und modifizierter Tastaturcontoller. Hierzu wird aus einer alten, aber noch funktionsfähigen Tastatur das Innenleben ausgeschlachtet. Die kleine Controller-Platine, an dem (meist per Flachkabel) die Tasten angeschlossen sind, wird samt USB-Anschlusskabel entnommen. Der Rest wandert in den Müll. An den zwei Kontaktreihen des Controllers, an welchen die Flachkabel für die Tasten angeschlossen waren, werden dünne Kabel angelötet und zu einer Klemmleiste geführt (siehe Foto). Am besten man fixiert das Ganze auf einer einfachen Lochplatine. Mit den hier vorhandenen zwei Kontaktreihen, mit ihrem neun und 18 Kontaktstellen, sind nun durch einfaches Kurzschließen der Kontakte gegeneinander, mindestens 162 (9x18) Schaltungen möglich. Der angeschlossene Controller wird als zusätzliche Tastatur von Windows erkannt. Noch Fragen? Eine ausführliche und bebilderte "Bastelanleitung" findest du hier: http://212.227.203.16/fb/showthread.php?t=29915

Ein ausgebauter und modifizierter Tastaturcontroller


Unten sieht man den modifizierter Tastaturcontoller mit angeschlossenen Schaltern. Alles arbeitet perfekt, jedoch beschleicht mich immer mehr der Verdacht, dass man die einzelnen Kabelstränge wohl vorher hätte besser bündeln und kennzeichnen sollen. Nach dem Motto: First label, than cable...

"Modernes" Kabelmanagement  :-))




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