Dienstag, 15. November 2016

Update 2016


Hallo liebe Leute,

heute gibt es nach sehr langer Zeit endlich mal wieder ein Update. Keine Angst, mein Hobby Home-Cockpit ist nicht gestorben. In letzter Zeit habe ich mich lediglich einer anderen Freizeitbeschäftigung etwas intensiver gewidmet und dort viel Zeit investiert, um endlich auch hier ein paar handfestere und brauchbarere Ergebnisse zu erzielen:


Faszination Modelleisenbahn

     
Epoche VI Kleinstadt in Schleswig-Holstein an der Küste

    
Richtig, neben meinem Home-Cockpit hat auch noch eine Miniatureisenbahn der Größe Spur-N in meinem Hobbykeller Einzug gefunden. Die Eisenbahnanlage besteht aus zwei Ebenen. Eine untere Ebene für den gesamten Zugverkehr und eine obere Ebene für die Landschaft. Insgesamt ist die Platte 2,70 x 0,80 m groß und liegt auf drei Ikea Kallax-Regalen. Hier drin lassen sich ganz wunderbar sämtliche Utensilien für die Modelleisenbahn verstauen. Der Gleisplan besteht aus 2 voneinander getrennten Fahrkreisen mit jeweiligen Nebengleisen und bietet ausreichend Fahrspaß. So langsam macht die Anlage schon einen netten Eindruck. Auch für dieses Projekt habe ich einen Blog in Arbeit. Sobald ich diesen mit Fotos und Infos gefüllt habe, gebe ich die Adresse hier gerne bekannt.

Nun aber zurück zu meinem Home-Cockpit. Was hat sich also in der vergangenen Zeit getan? Ich habe folgende Beiträge nachgetragen:


1.) Herstellung eigener Korry-Switches

Eingebaute Korry-Schalter im Captain-Side-Panel

Neben regelmäßigen Flügen habe ich mich in der zurückliegenden Zeit mit dem der Herstellung von eigenen Korry-Schaltern beschäftigt. Einige sind bereits im Captain-Side-Panel eingebaut.

Einen ausführlichen Bericht zur Herstellung der Korry-Schalter findet ihr >>hier


2.) iPILOT Hamburg – Ein Flug im professionellen Flugsimulator

Pilot in Command

Ich kann wirklich jeden ‚Home-Cockpit-Fan‘ einen Besuch bei iPilot.de uneingeschränkt empfehlen. Es war ein wirklich unglaublich spannendes und tolles Erlebnis, einmal einen professionellen Simulator zu fliegen. Insbesondere für den Weiterbau an meinem heimischen Cockpit konnte ich viele Anregungen und Eindrücke mit nachhause nehmen und es wird mit Sicherheit auch nicht mein letzter Besuch bei iPilot.de gewesen sein.

Einen ausführlichen Bericht zum Besuch bei iPilot findet ihr >>hier


Bis demnächst - Liebe Grüße
BigL 

Samstag, 28. November 2015

Herstellung eigener Korry-Switches


Korry-Schalter finden im Airbus-Cockpit vielfältige Verwendung. Dabei handelt es sich um beschriftete und hintergrundbeleuchtete Druckschalter. Natürlich kann man in den einschlägigen Online-Shaops komplette Korry-Schalter kaufen. Mit einem Preis von ca. 25,00 Euro pro Stück, ist man allerdings schnell einigen hundert Euro los, wenn man die wichtigsten Korry-Schalter im Home-Cockpit realisieren will. So setzte ich mich wieder einmal mit dem Freeware Programm Incscape auseinander und konstruierte kurzerhand eigene Korrys. Den fertigen Entwurf sendete ich abermals an die Firma Laserstyle.de, die mir mit einer CN-Fräse die einzelnen Teile für die Schalter aus Acryl-Kunststoff herstellte.


Die Einzelteile

Die Schalter bestehen aus drei Teilen. Eine Grundplatte mit vier Öffnungen für LEDs und einer Öffnung in der Mitte. Mit dieser Öffnung wird die Grundplatte auf einen handelsüblichen Microtaster gesteckt. Der Microtaster wird dann mit einer meiner Interfacekarten verbunden und löst dort den eigentlichen Schaltbefehl aus. Auf die Grundplatte wird nun ein Zweikammer-Zwischenstück geklebt. Zwei Kammern sind erforderlich, da auf den Korry-Schalter häufig zwei Schaltersymbole aufgedruckt sind die in unterschiedlichen Farben werden. Als Abdeckung für die Schalter diente ein kleines Stück transparentes Acrylglas, hinter das ein Aufkleber mit den entsprechenden Schaltersymbolen geklebt wurde.

Der erste Arbeitsschritt: Zusammenkleben



Schritt zwei: LEDs einkleben

Die Aufkleber mit den Schaltersymbolen ließ ich mir wieder von der Firma ClickandPrint.de drucken. Und zwar so, dass die Klebefläche sich direkt auf den Schaltersymbolen befindet, also quasi als Hinter-Glas-Aufkleber. Zusammengeklebt und mit LEDs bestückt sahen die Schalter dann so aus:

Fertiger Schalter zum Einbau

Eingesetzt wurden die Schalter dann zwischen einer ebenfalls eigens entworfenen Frontplatte und einer Montageplatte, die ich mir ebenfalls von der Firma Laserstyle.de anfertigen ließ. Für einen ungefähren Preis von ca. 2,50 Euro pro Korry-Schalter, konnte man mit dem Ergebnis absolut zufrieden sein und war dem Original wieder ein Stück näher gekommen.


Die eingebauten Korrys


Und im Dunkeln mit Beleuchtung :-)

Meiner Planung, langfristig alle vorhandenen Korry-Schalter zu realisieren, steht mit dieser kostengünstigen Methode somit nichts mehr im Wege…


Beste Grüße
Löffel


Sonntag, 18. Januar 2015

iPILOT Hamburg – Ein Flug im professionellen Flugsimulator


Endlich sollte nun der Tag sein, an dem ich meinen Gutschein für einen Flug im Simulator von iPilot.de in Hamburg einlösen wollte. Bekommen hatte ich den Gutschein von meinem Bruder und meiner Schwägerin, anlässlich meines 50. Geburtstages. Euch nochmals auf diesem Wege, ein herzliches Dankeschön für dieses tolle und großzügige Geschenk!



Empfangen wurde ich bei iPilot.de von einem freundlichen, sympathischen und erfahrenen Instruktor, der ebenso wie ich vom virtuellen Fliegen begeistert war. Als Home-Cockpit-Verrückter interessierte mich natürlich als allererstes sämtliches technische zum Bau und zur Konstruktion rund um diesen professionellen Flugsimulator. Meine vielen Fragen wurden mir mit unendlicher Geduld erklärt und mir wurde auch die Gelegenheit gegeben, einen ausgiebigen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Alle meine Fragen wurden mit viel Geduld beantwortet

Das Cockpit, welches dem eines Airbus A-320 exakt nachgebaut war, lies mir schon beim ersten Anblick einen leichten Schauer über den Rücken laufen. Ein gigantisches Teil! Nachdem ich auf den Captains-Seat Platz genommen hatte, erfolgte zunächst ein ausführliches Briefing zu den verschiedenen Anzeigen und wichtigsten Bedienelementen. Das meiste war mir ja bereits aus meinem eigenen Home-Cockpit bekannt. Die dem Original exakt nachempfundenen Schalter und Knöpfe die hier verbaut waren, fassten sich jedoch ganz anders an. Die gesamte Haptik war einfach überwältigend, fühlte sich extrem gut und ließ sich exakt bedienen. Insgesamt viel ‚echter‘ an als in meinem eigenem Cockpit bei mir zuhause im Hobby-Keller.


Ein kurzes Einweisungsbriefing und dann sollte es endlich losgehen...

Als Außenansicht für einen professionellen Simulator-Flug, hätte ich mir eigentlich eine 3-Beamer-Variante mit einer 180⁰ Rundsicht gewünscht. Hier im Simulator wurde die Außenansicht allerdings durch drei große TFT-Fernseher realisiert. Dieses tat der ganzen Sache allerdings überhaupt keinen Abbruch, denn auch mit den drei TFT-TVs hatte man einen ungefähren Sichtwinkel von 120⁰ und hatte auch mit diesem Monitor Set-Up das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Zumindest ließ die Außenansicht für mich bei den folgenden Flügen keinerlei Wünsche offen und übertraf bei weitem die meines heimischen Beamers, der lediglich eine große Außenansicht mit einer Auflösung von 1024x768 Pixeln an die Kellerwand warf.

Der erste Take-Off


Climb-Speed wird gesetzt

 
Gear-Down Approach John F. Kennedy Airport (KJFK)

 
Taxi to Gate KJFK

Wir wollten die verbleibende Zeit optimal nutzen und starteten daher nach dem kurzen Briefing als erstes einen kurzen Flug zum J.F. Kennedy-Airport in New York. Nach der Landung und dem Taxi zum Gate, folgte dann ein Flug vom Hongkong International Airport zum legendären und mittlerweile stillgelegten Flughafen Kai-Tak, mit dem berühmten und abenteuerlichen Anflug nur knapp über die Dächer der Stadt hinweg. In der Realität durften ausschließlich sehr erfahrene und speziell auf den Anflug geschulte Piloten auf diesen Flughafen landen. Als Abschluss folgte dann noch ein Anflug auf den berühmten Flughafen der paradiesischen Karibikinsel St. Maarten. 


Anflug auf den Kai-Tak Airport (VHHX)

 
Anflug Kai-Tak nur knapp über den Dächern der Stadt

 
Kurz vor den Touch-Down nach der extrem steil zu fliegenden Rechtskurve

 Die Zeit während dieser drei tollen Flüge, verging leider buchstäblich wie im Fluge und war gefühlt natürlich viel zu schnell vorbei. Ich kann wirklich jeden ‚Home-Cockpit-Fan‘ einen Besuch bei iPilot uneingeschränkt empfehlen. Es war ein wirklich unglaublich spannendes und tolles Erlebnis, einmal einen professionellen Simulator zu fliegen. Insbesondere für den Weiterbau an meinem heimischen Cockpit konnte ich viele Anregungen und Eindrücke mit nachhause nehmen und es wird mit Sicherheit auch nicht mein letzter Besuch bei iPilot gewesen sein.


Anflug auf Sint Maarten (Niederländische Antillen)

 
Kurz vor dem Touch-Down auf dem Princess Juliana International Airport (TNCM)

Nochmals herzlichen Dank an Müller & Janin :-)

Montag, 11. August 2014

Pimp up the Pedestal

1. „Wie geht es nun weiter?“

Nachdem ich den Beweis angetreten hatte, dass sich ein einigermaßen ansehnliches und vor allem »flugfähiges« Home-Cockpit als »Low-Budget-Ausführung« für ca. 1.000,- Euro durchaus herstellen lässt (siehe hier) und das Abenteuer Home-Cockpit auch etwas für interessierte Gleichgesinnte mit einem schmalen Geldbeutel sein kann, stellte sich dann die Frage: „Wie geht es nun weiter?“
Natürlich musste man bei dem veranschlagten Budget von 1.000,- viele Kompromisse eingehen. Mit einem höheren Budget  hätte man das Endergebnis natürlich auch wesentlich besser bzw. realistischer umsetzen können. Letzendlich ist das Ergebnis beim Cockpitbau immer ein Abwägen zwischen Geldbeutel Realitätsgrad. Da ich mit den technischen Fähigkeiten meines Cockpits aber durchaus zufrieden war, nahm ich mir daher nun vor, mein Flight-Deck zumindest optisch etwas aufzuwerten, sprich realistischer darzustellen. Hierzu nahm ich mir als erstes das Pedestal vor, das neben der FCU (Autopilot) sicherlich das am meisten benutzte Bedienelement in einem Cockpit darstellt. Von hieraus werden die Triebwerke gesteuert, die Lande- und Bremsklappen eingestellt, der gesamte Sprechfunk abgewickelt und die Triebwerke gestartet. Beim genauen Hinsehen war mein bisherige Pedestal -insbesondere optisch- schon recht simpel ausgeführt. Technisch war es durchaus o.k., kam aber an die Optik des originalen Vorbildes leider nicht annähernd heran...

Der bisherige Zusand des Pedestals


2. Die Panels

Bei meinem Home-Cockpit handelt es sich um eine sog. »Coustom-Version«. Das bedeutet, dass die Abmessungen und die Bemaßung nicht immer exakt denen des Vorbildes/Originals entsprechen, sondern sich vielmehr nach dem mir zur Verfügung stehenden Platz- bzw. Raumangebot richten. So sind die Maße des Home-Cockpits letztendlich meinen eigenen Bedürfnissen angepasst. So eben auch die Maße meines bisherigen Pedestals. Da ich nun beim Umbau nicht das gesamte Cockpit völlig neu bauen wollte, lag die Herausforderung insbesondere darin, mit dem vorhandenen/vorgegebenen Platz irgendwie auszukommen. In langen Abenden erarbeitete ich zusammen mit meinem guten Freund GIMP entsprechende, passende grafische Vorlagen. Die Technik zur Umsetzung des Umbaus stammte aus den guten Erfahrungen die ich beim Umbau meiner FCU gemacht hatte. Ich fertigte mir mit GIMP PDF-Vorlagen aus denen mir die Firma Laserstyle.de Panels aus Acrylglas mittels einer CNC-Fräse herstellte. Bei der Planung achtete ich darauf, dass die beiden Panels für den Funk, sowie das Panel vom Transponder gleich so gefräst wurden, dass ich diese später bequem und problemlos mit 7-Segment-Display-Anzeigen nachrüsten kann. Die gefrästen Panels wurden von mir dann mit digital gedruckten PVC-Aufkleberfolien, die ich mir bei der Firma ClickandPrint.de anfertigen lassen habe, beklebt. Hierfür ließ ich bei den Druckvorlagen einen ca. 5 mm breiten schwarzen Rand stehen, damit auch die Ecken der Panels mit einer schönen Kannte sauber umklebt werden konnten. Die Öffnungen für die Schalter habe ich vor dem Aufkleben mit einem Cuttermesser ausgeschnitten. Trotz der super Klebekraft, ließen sich die Folien mit der nötigen Sorgfalt sogar mehrfach zerstörungsfrei  wieder vom Untergrund abziehen und erneut aufkleben, ohne dabei irgendwie an Haftkraft zu verlieren. Dadurch kann man die Folie dann auch absolut passgenau auf den Panel fixieren. Da sich diese Aufkleber aber leider nur mit hochglänzender Oberfläche hergestellen lassen, bekamen die beklebten Panels zum Abschluss noch ein Finishing mit einem matten Sprühlack auf Acrylbasis.

Die gelaserten Panels und die gedruckten Aufkleber


 3. Die Schubhebel (Throttle)

Im gleichen Zuge wie das CNC-Fräsen der Panels, ließ ich mit von der Firma Laserstyle.de die von mir entworfenen Teile für meine neuen Schubhebel fräsen. Ich hatte im Web entsprechende Schubhebel entdeckt, deren Preis von ca. 100,- Euro mir aber viel zu teuer erschien. So machte ich mich nach kurzer Einarbeitung in das Freeware-Vectorgrafikprogramm Inkscape daran, mir solche Schubhebel selber zu entwerfen und zu konstruieren. Für meinen ersten Versuch mit diesem Programm sah das Ergebnis schon recht ordentlich aus. Und vor allem lag der Endpreis für die neuen Schubhebel mit ca. 20,- Euro (einschl. Sprühlach, Kleber usw.) deutlich unter dem, was im www. zum Kauf angeboten wird. Die entsprechende Inkscape-Datei habe ich euch hier zum Download bereitgestellt. Die vorhandenen Hebel vom Saitek Pro Flight Throttle Quadrant werden einfach entsprechend eingekürzt und die neuen Schubhebel draufgesteckt. Fertig!

Die gelaserten Einzelteile eines Schubhebels (noch mit Schutzfolie)

Die zusammengebauten Hebel

Fertig lackiert und Eingebaut. Sieht schon recht realistisch aus...



 4. Das Ergebnis

Das Gesamtergebnis des Umbaus vom Pedestals war schon recht verblüffend, insbesondere dann, wenn man das neue pedestal mal mit dem vorherigen Zustand vergleicht. Ich war mit meiner Arbeit sehr zufrieden! Optisch machte das Pedestal tatsächlich einen wesentlich realistischeren Eindruck. Zumindest kommt es dem Original im Aussehen schon recht nahe. Auf die oben beschriebene Weise habe ich mir ohne allzuviel Mühne ein recht ansehnliches Pedestal zusammengebaut und das für einen Gesamtpreis von gerade einmal 100,- Euro! Das Fliegen macht damit einfach viel mehr Laune, weil das Home-Cockpit so noch einen Tick realistischer wirkt.

Das "aufgemotzte" Pedestal



 5. Epilog

Die Nachrüstung des Pedestals mit den 7-Segment-Display-Anzeigen habe ich mir für den kommenden Herbst vorgenommen. Nach langem Hin-und-Her habe ich mich entschieden die Anzeigen auf Basis von Arcaze zu realisieren. Preislich würden hierfür ca. 160,- Euro fällig werden, allerdings mit der Option, später auch die Anzeigen der FCU hierüber zu steuern und zu betreiben. Viel schlimmer als die Ausgabe der 160,- Euro ist jedoch der Umstand, dass ich mich vorher erst einmal mit der Programmierung der entsprechenden Steuerungssoftware für die Arcaze-Module auseinandersetzen und anfreunden muss. Dazu dann aber später ausführlich mehr…

Bis dann
Löffel